Internationale Delegation begrüßt Studierende der FHöV in Münster

2.500 Kommissarsanwärter wurden im Einstellungsjahr 2019 in der Polizei Nordrhein-Westfalen eingestellt. 201 von ihnen studieren am Studienstandort der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Münster. In der Orientierungswoche des Jahrgangs 2019 wurden diese 201 neuen Polizistinnen und Polizisten von internationalen Gästen der IPA Münster in der Polizeifamilie willkommen geheißen.

Im zweiten Jahr in Folge wurde diese landesweit einmalige Aktion durchgeführt. Zehn IPA Freunde aus Irland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz folgten auf Einladung der IPA Münster, welche in Kooperation mit dem örtlichen Polizeipräsidium und der Fachhochschule und vieler fleißiger Hände ein buntes Programm zusammengestellt hatte.

Nach einem lockeren Kennenlernen der Gruppe beim Kegeln im LAFP wurde am Freitag die Fachhochschule besucht. Sichtlich beeindruckt ob der internationalen Präsenz, wurden nach kurzen Begrüßungsworten durch Philipp Kurz viele Gespräche mit den neuen Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeiten und Chancen, welche die International Police Association bietet, gesprochen. Der Infostand der IPA Münster war einer der Anzugspunkte im Innenhof der FHöV und rege frequentiert.

Nach dem Stop an der Fachhochschule ging es weiter zum Polizeipräsidium Münster. Hier wurden die internationalen Gäste durch Christopher Adolph durch das Präsidium mit Informationen zu allen Zahlen, Daten und Fakten geführt. Auch ein Vortrag zu der für Viele prägenden Amokfahrt vom 07.04.2018 am Kiepenkerl stand auf dem Programm. Der Austausch und die Diskussion über die unterschiedlichen polizeilichen Herangehensweisen bzgl. ähnlicher Ereignisse war für alle Teilnehmer sehr gewinnbringend.

Am nächsten Tag ging es polizeihistorisch weiter. Mit einem Besuch in dem Geschichtsort Villa ten Hompel stand ein weiterer Termin mit intensiven Diskussionen und Selbstreflektion auf dem Programm. Begleitet durch Mitglieder des Studierendenvertretung der FHöV Studienstandort Münster wurde die ehemalige Wirkungsstätte von Schreibtischtätern der NS-Zeit besucht. 62 Prozent der Opfer des Holocaust starben unter Mitwirkung der Ordnungspolizei. Beeindruckt von der Dimension der Beteiligung von Ordnungskräften wurde auf dem Weg zum Empfang im Friedenssaal rege diskutiert.

Durch Bürgermeisterin Vilhjalmsson wurde die internationale Besuchergruppe im Friedenssaal der Stadt Münster empfangen. Besonders die geschichtliche Bedeutung der Örtlichkeit für die Niederlande und die Schweiz waren den Gästen nicht geläufig und sorgten für einige Verwunderung und interessierte Nachfragen.

Zum Abschluss des Aufenthaltes wurden bei einem Gintasting in der Bermuda Spirit Company unter Leitung von Falk Scholze Pläne für zukünftige Treffen und Intensivierung des Austausches besprochen.

Eine Rückmeldung der Teilnehmer steht schon fest. Das lange Wochenende in Münster hat eine lebendige und gewinnbringende IPA präsentiert. Sowohl auf sozialer, kultureller, aber auch professioneller Ebene hat dieses Treffen den Teilnehmern einen Mehrwert gebracht. Eine Wiederholung ist definitiv in Planung und eine Kopie seitens anderer Verbindungsstellen oder Sektionen ist gerne gesehen.

(Text + Photos: Philipp Kurz)

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