Ipa-Frauen im Botanischen Garten

Am 28.9. trafen sich 12 gut gelaunte und wissbegierige Ipa-Frauen am Eingang des Botanischen Garten. Hier erwartete uns schon Frau Wiethölter, eine Gärtnerin, die hier tätig sein darf.

Der Botanische Garten wurde 1804 gegründet. 8000 verschiedene Pflanzen wachsen hier auf knapp 5 Hektar – vom gemeinen Veilchen bis hin zum exotischen Kaktus. Es gibt sieben Gewächshäuser, einen schön angelegten Teich und verschiedene kleine Gärtchen und Schmuckbeete.

Den Botanischen Garten zu hegen und zu pflegen ist sehr kostspielig. Deshalb kann man Pate einer beliebten Pflanze werden – die Kosten liegen bei etwa 50 € pro Jahr aufwärts!

Der Botanische Garten wurde während der Bombardierungen im Krieg zerstört, die Gewächshäuser und die komplette Infrastruktur lagen in Schutt und Asche. Ab 1949 wurde alles in drei Jahren wiederaufgebaut.

Minuten vor unserem Date schüttete es noch wie aus Kübeln, danach aber riß der Himmel auf und sogar die Sonne lies sich blicken! Also konnte es auf eine interessante kleine Reise gehen – eigentlich durch die Vegetation der ganzen Welt!

Der imposanteste Baum hier ist eine riesige Rotbuche, die 1850 gepflanzt wurde. Die Gärtner hoffen, dass dieser wunderschöne Baum noch viele Jahre hier stehen wird – er leidet, wie alle Buchen, sehr unter der Hitze der letzten Sommer.

Wir sahen und rochen den Kuchenbaum, lachten über Papsteier (das ist Insiderwissen 😊), probierten Eissalat und hielten unsere Nasen an verschiedene Geraniensorten. Wir erfuhren über die Folterpflanze so einiges und mussten anschließend darauf achten, dass alle wieder heile aus dem Gewächshaus kamen!

Unsere engagierte Führerin zeigte und erklärte uns diverse giftige Pflanzen und auch den skurrilen Flaschenkürbis, der in seiner Heimat durchaus als „Unterhose“ für den Herrn benutzt wird – die Gedanken sind frei…

Auch die Geschichte vom Mönchspfeffer, den wir im Arzneimittelgarten fanden, sorgte für Erheiterung in unserer Gruppe, ebenso die Ausführungen über die überdimensionalen „Rhabarberblätter“ an denen wir vorbeiliefen.

Zwischendurch regnete es immer wieder und mittlerweile hatten alle nasses Schuhwerk, dreckbespritzte Hosen – aber immer noch gute Laune!

Feigen, Zitronen, Misteln, Kaffee- und Ananaspflanzen – das machte jetzt schon Lust auf das anschließende Kaffeetrinken im Schlossrestaurant.

Alle Pflanzen, die in Kübeln stehen, müssen in der kalten Jahreszeit ins Innere gestellt werden. Sie würden sonst Schaden nehmen. Von diesen Pflanzen sahen wir sehr viele! Auch der Olivenbaum steht in einem Kübel; allerdings ist der nicht zu sehen, da er tief in der Erde verbuddelt ist.

Etwa von Oktober bis Mai stehen die Kübelpflanzen z.B. in der Orangerie. 12 – 14 Gärtner bzw. Auszubildende benötigen für den Umzug ins Warme eine Woche!

Nach zwei Stunden war unsere interessante Führung beendet. Die Zeit war wie im Nu verflogen!

Frau Wiethölter hatte ihre Sache super gemacht und wir dankten ihr mit einer ordentlichen Portion Applaus!

Unser Dank gilt auch der Ipa, die die Kosten für diese Führung übernommen hat!

Wir genehmigten uns noch einen leckeren Kaffee bzw. Bier und Kuchen im angrenzenden Schlossrestaurant und planten schon unseren nächsten Ausflug.

Der soll uns im Februar nächsten Jahres nach Hamm in den Hindutempel führen. Dort werden wir eine Führung bekommen und anschließend gemeinsam mit den Priestern etwas essen.

Nähere Infos wird es in einem der nächsten Newslettern geben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr, liebe Ipa-Frauen, dafür sorgen werdet, dass es dann wieder ein sehr unterhaltsamer und interessanter Tag wird.

Also – hoffentlich bis bald

Eure Mecki Lanwehr

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